Hanse Ventures: Seed & Early Stage Finanzierung

August 15, 2010

Hanse Ventures heißt ein neues Venture Capital Unternehmen in Hamburg. Gründungsgesellschafter sind Jochen Maaß, Sarik Weber, Dr. Bernd Kundrun und Rolf Schmidt-Holtz. Geschäftführer sind der Serial Entrpreneur Sarik Weber, der Mitte vergangenen Jahres die cellity AG an Nokia verkaufte und Jochen Maaß, der die SEO-Agentur artaxo AG gründete, zu der auch die Ausgründung SEOlytics GmbH gehört.

Hanse Ventures startet direkt mit acht Beteiligungen und kann in den nächsten drei Jahren mindestens sechs bis acht Internet-StartUps pro Jahr mit Finanzierung ausstatten. Den StartUps, die gemeinsam mit Hanse Ventures ihr Unternehmen gründen, wird eine folgendes angeboten: Full-Service-Infrastruktur von Design, Programmierung und Online-Marketing-Spezialisten bis zu Büroräumen und administrativer Unterstützung.

Nicht wichtig für potentielle Gründer ist es, bereits ein eigenes realisiertes Geschäftsmodell mitzubringen. Anders als beim klassischen Venture Capital werden nur in wenigen Ausnahmefällen bereits bestehende StartUps finanziert. Einen klaren Fokus legt Hanse Ventures vielmehr auf die Umsetzung von eigenen Ideen zusammen mit gründungswilligen Talenten.

Dabei können potentieller Mitgründer gern ein paar Jahre Berufserfahrung haben und auch schon erste Ideen für ein neues StartUp haben. Im weiteren Entwicklungsprozess überlegen dann alle Beteiligten gemeinsam, ob es sich lohnt, eine bestehende Idee auszubauen oder gemeinsam an einem ganz neuen Konzept zu arbeiten. 

In dem Video stellt Sarik Weber den Ansatz von Hanse Ventures vor.

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Privaty Equity nimmt wieder an Fahrt auf

Juli 11, 2010

Die Private Equity Unternehmen BCPartners und Silver Lake kaufen den Medizindienstleister Multiplan. Zum Kaufpreis wurden in der Pressemeldung keine Angaben gemacht. Laut einem Bericht von n-tv wird ein Kaufpreis von 3,1 Milliarden US-Dollar vermutet. Bislang gehörte Multiplan den Unternehmen The Carlyle Group und Welsh, Carson, Anderson & Stowe.

Barclays Capital, Credit Suisse, Simpson Thacher & Bartlett und PricewaterhouseCoopers beraten BC Partners und Silver Lake bei der Transaktion.

Damit gibt die Branche mit einem der größten Deals seit mehreren Monaten wieder ein Lebenszeichen von sich. Die Private Eqúity Branche hatte seit Beginn der Wirtschaftskrise häufig Schwierigkeiten an Kredite zu kommen, mit denen die Transaktionen in der Regel finanziert werden,

Quelle: Pressemeldung Multiplan

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Handbuch Mergers & Acquisitions: Planung, Durchführung, Integration

Mai 8, 2010

Bei Mergers & Acquisitions (M&A) stellen sich regelmäßig komplexe branchen- und fachübergreifende Aufgaben ökonomischer, rechtlicher, sozialer und technischer Natur, die eng miteinander verzahnt sind. Das Handbuch Mergers & Acquisitions bietet als Leitfaden für das optimale Management von Unternehmens-Transaktionen eine übergreifende und interdisziplinäre Darstellung. Die 4. Auflage greift dabei wesentliche steuer- und wirtschaftsrechtliche Entwicklungen auf und stellt deren Auswirkungen auf ein erfolgreiches M&A-Management dar.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Planung, Durchführung und Integration.

Im Abschnitt Planung wird zunächst auf wirtschaftliche und wirtschaftsrechtliche Parameter eingegangen. Danach wird das Thema Corporate Governance beim Unternehmenskauf behandelt, bevor auf Mergers & Acquisitions als strategisches Instrument im Rahmen der Branchenkonsolidierung eingegangen wird – dieser Abschnitt ist derjenige mit dem größten Mehrwert, denn letzlich werden hier die Motive bzw. Ursachen eruiert. Und auch die steuerliche Strukturierung einer M&A Transaktion wird ausführlich behandelt.

Im Abschnitt Durchführung werden folgende Themen ausführlich und gut erläutert:

  • Vorvertragliches Verhandlungsstadium
  • Vertragliche Gestaltung des Unternehmenskauf
  • Besondere Erscheinungsformen der Mergers & Acquisitions: Kooperationen, Allianzen, Joint Ventures, Hostile Takeover, Management Buy-out (MBO), Management Buy-in (MBI), Public Private Partnership, Going Public (IPO)
  • Unternehmensbewertung
  • Zusammenschlusskontrolle

Im Abschnitt Integration wird unter anderem die Bedeutung der Human Resources und die Rolle der Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions abgehandelt. Auch die interne und externe Kommunikation wird ausführlich untersucht. Im letzten Teilabschnitt werden Trends und Tools zum Integrationsmanagement vorgestellt.

Zum Autor: Prof. Dr. Gerhard Picot ist Senior-Partner der PICOT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, geschäftsführender Gesellschafter der PICOT corporate solutions GmbH sowie Vorstandsvorsitzender des PICOT Expertenforum für Familienunternehmen; ferner leitet er als Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsrecht das Competence Center Mergers & Acquisitions am Strategic Finance Institute an der European Business School Schloss Reichartshausen.

Fazit: Das Handbuchuch Mergers & Acquisitions ist ein klares „must have“ an dem niemand vorbeikommt, der sich intensiv und professionell mit Mergers & Acquisitions auseinandersetzen muss. Ein Optimierungspunkt sind lediglich die Abbildungen, die farbig noch besser zur Geltung kommen würden.

Gerhard Picot, Handbuch Mergers & Acquisitions, Planung – Durchführung – Integration, 4., grundlegend überarbeitete und aktualisierte Auflage 2008, XXIX, 618 S., 70 s/w Abb., 5 Tabellen, Gebunden, Euro 79,95, ISBN 978-3-7910-2733-3, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart.

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Mergers & Acquisitions mit deutscher Beteiligung

April 13, 2010

Nach einer Analyse von Proventis fanden im Jahr 2009 ingesamt 1.508 Transaktionen „mit deutscher Beteiligung“ (Käufer und/oder Verkäufer deutsch)  statt. 2008 und 2007 waren es noch 1.964 bzw. 2.461 Transaktionen.

Das Volumen der Transaktionen mit veröffentlichten Kaufpreisen machte im Jahr 2009 110 Mrd. US$ aus, ein Rückgang von über einem Viertel gegenüber dem Vorjahr (148 Mrd. US$) und von über der Hälfte gegenüber 2007 (250 Mrd. US$). In 2009 war bei 265 Transaktionen der Kaufpreis bekannt; danach betrug das durchschnittliche Volumen in Transaktionen „mit deutscher Beteiligung“ (Käufer und/oder Verkäufer deutsch) 417 Mio. US$. In 2008, wo in dieser Gruppe von 405 Transaktionen der Kaufpreis bekannt war, wurde ein durchschnittliches Transaktionsvolumen von 366 Mio. USD erzielt.

Das Volumen aller „verkauften deutschen Unternehmen“ (Zielunternehmen aus Deutschland) mit öffentlichem Kaufpreis in 2009 kam branchenübergreifend auf 78 Mrd. US$. Damit lag es 22 Prozent unter dem Vorjahresvolumen von knapp 100 Mrd. US$. 2007 betrug das Transaktionsvolumen aller deutschen verkauften Unternehmen noch 150 Mrd. US$.

Im zweiten Halbjahr 2009 konnte ein Anstieg an M&A Transaktionen beobachtet werden und die Autoren der Analyse gehen davon aus, dass sich dieser Trend in diesem Jahr fortsetzen wird und gerade strategische Übernahmen zunehmen werden.

Quelle: Proventis

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Private Equity-Markt in Deutschland

März 28, 2010

Private Equity-Markt in Deutschland: Im Jahr 2009 wurden laut BVK fast 1.200 Unternehmen mit Beteiligungskapital finanziert, lediglich 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Wenn niedrige Eigenkapitalquoten mit einer restriktiven Kreditvergabepraxis der Banken zusammenfallen, steigt die Nachfrage nach Finanzierungsalternativen zum klassischen Bankkredit.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich allerdings deutlich auf das Volumen der getätigten Private Equity-Investitionen ausgewirkt: hier ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um drei Viertel auf 2,36 Mrd. EUR zu verzeichnen. Allerdings gibt es im Jahresverlauf einen Aufwärtstrend: Mit 961 Mio. EUR wurde das vierte Quartal das mit Abstand investitionsstärkste (Q1: 343 Mio. EUR, Q2: 321 Mio. EUR, Q3: 736 Mio. EUR).

Investitionsrückgänge waren 2009 in allen Marktbereichen – Venture Capital, Wachstumsfinanzierungen und Buy-Out – zu verzeichnen. Besonders betroffen war allerdings der Buy-Out-Bereich, wo die großen Transaktionen insbesondere im ersten Halbjahr praktisch zum Erliegen gekommen waren. So lagen die Buy-Out-Investitionen im Jahr 2009 mit insgesamt 1.142 Mio. EUR mehr als 80 % unter dem Vorjahresniveau. Starke Erholungssignale kamen hier aber im vierten Quartal: Die Buy-Out-Investitionen waren in diesen drei Monaten höher als in allen drei Vorquartalen zusammen. Negativ für den gesamten M&A-Markt sind neben der Zurückhaltung der Banken auch die Kluft zwischen den Bewertungsvorstellungen von Käufern und Verkäufern sowie die unsicheren Zukunftsaussichten vieler Unternehmen. Dies wirkte sich nicht nur auf Buy-Outs sondern auch auf die mittelstandsorientierten Wachstumsfinanzierungen aus; sie lagen mit 498 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (847 Mio. EUR). Venture Capital-Investitionen gingen von 1.107 Mio. EUR auf 611 Mio. EUR im Jahr 2009 zurück, wobei auch hier das vierte Quartal das mit Abstand investitionsstärkste war.

Wenig überrascht das Jahresergebnis 2009 für das Fundraising. Das Volumen der im Jahresverlauf neu eingeworbenen Mittel erreichte 1,24 Mrd. € und halbierte sich damit gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr (2,69 Mrd. EUR). Gleichzeitig bedeutet dies einen Rückgang unter das Niveau der ebenfalls konjunkturell schwierigen Jahre 2002 und 2003. Die institutionellen Investoren waren 2009 stark von den Einbrüchen auf den Aktienmärkten betroffen. Im Ergebnis hielten sie sich auch bei alternativen Kapitalanlagen stark zurück – Zusagen für neue Fonds waren Mangelware. Trotz dieser Flaute gibt es zahlreiche Private Equity-Gesellschaften, die noch über ausreichend Kapital aus den starken Fundraising- Jahren 2007 und 2008 verfügen.

Für dieses Jahr wird von einer Entspannung der Marktlage ausgegangen. Nachdem sich schon im Sommer 2009 eine erhöhte Investitionstätigkeit abzeichnete, untermauert die Entwicklung im vierten Quartal den Aufwärtstrend. Auch die aktuellen Ergebnisse der „Private Equity-Prognose 2010 des BVK“ deuten darauf hin, dass sich dieser Trend fortsetzt: Gut zwei Drittel der befragten BVK-Mitglieder rechnen 2010 mit einem Plus bei den Investitionen.

Weiteres Ergebnis der „Private Equity-Prognose“: Der Trend zu Minderheitsbeteiligungen und höheren Eigenkapitalanteilen setzt sich im Buy-Out-Bereich fort. Als Unsicherheiten für 2010 gelten vor allem die Banken und ihre Kreditvergabepraxis. Wenige Impulse werden für den Venture Capital-Markt erwartet. Hier verharrt die Branche auf niedrigen Investitionszahlen, weil es weiterhin zu wenige unabhängige Venture Capital-Fonds in Deutschland gibt.

Quelle: Bundesverband Deutscher Kaptialbeteiligungsgesellschaften (BVK)

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Kapitalgeber und Gründer: Studie zur Kapitalsuche

Februar 13, 2010

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wurde die Studie „Gründungsveranstaltungen und Businessplanwettbewerbe – Impulse für Kapitalgeber und Gründer“ durchgeführt. Sie wurde erstellt von Prof. Dr. Michael Schefczyk in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation.

In der Studie wird sehr gut dargestellt, welche Möglichkeiten sich für Unternehmensgründer durch Veranstaltungen und Businessplanwettbewerbe ergeben, um eine Finanzierung durch Business Angels oder Venture Capital Unternehmen zu erhalten.

Es wird beleuchtet über welche Wege es zum Erstkontakt zu Beteiligungsgesellschaften oder Business Angels kommt oder welche Strategien die Kapitalgeber verfolgen (Beteiligungsakquise / Deal Flow). Außerdem wird z.B. untersucht, welche Kapitalquellen Entrepreneure nutzen wollen und wie sie Informationen zu Kapitalgebern beschaffen. Interessant sind auch die Angaben über die Anzahl der von StartUps kontaktierten Kapitalgeber. Die Qualität der Studie basiert u.a. auf einer sehr hohen Fallzahl von Befragungen: 500 Gründer mit einem hohen Anteil an innovativen Vorhaben, 32 Beteiligungsgesellschaften und 10 Business Angels.

Im Fazit werden anhand von Best Practices Kernelemente für erfolgreiche Finanzierungsveranstaltungen und Businessplanwettbewerbe erarbeitet. Diese helfen nicht nur den potentiellen Ausrichtern, sondern bilden gleichzeitig auch Auswahlkriterien für Kapitalgeber und Kapitalnehmer, um die knappen Zeitressourcen in die richtigen Events und Wettbewerbe zu investieren.

Quelle: EXIST. Existenzgründungen aus der Wissenschaft; Studien-Link


Mergers & Acquisitions Aktivitäten in der Medien-, Informations-, Marketing- u. Technologiebranche

Januar 7, 2010

Neun der zehn größten M&A Transaktionen im Jahr 2009 in den Branchen Media, Information, Marketing Services und verbundene Technologien fanden in der zweiten Jahreshälfte statt. Die zehn größten Transaktionen in den genannten Branchen fanden in folgenden Segmenten statt: Marketing & Interactive Services (3 Deals); Database & Information Services (2 Deals); Education (2 Deals); Online Media & Technology (2 Deals) und Business-to-Business Media (1 Deal).

Grafik zum Vergrößern anklicken

In 2009 gab es insgesamt 615 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 32 Milliarden US-$. Die Anzahl der Deals sank um 24% im Vergleich zu 2008. Der Gesamtwert sank jedoch lediglich um 11% im Vergleich zum Vorjahr. In Bezug auf die M&A Aktivitäten performte der Bereich „Mobile Media & Technology“ am stärksten – der Gesamtwert der Transaktionen stieg um über 400%. Weitere starke Segmente waren „Database & Information Services“, „Education Information, „Technology & Training“ und „Online Media & Technology“.  Das starke M&A-Wachstum im Bereich „Business-to-Business Media“ ist auf einen einzelnen Kauf zurückzuführen.

Quelle: Jordan, Edmiston Group, Inc. (JEGI)


Venture Capital 2010: Prognosen & Trends

Dezember 20, 2009

Venture Capital 2010: Die NVCA hat im Zeitraum vom 30. Novmeber 2009 bis 8. Dezember 2009 Venture Capitalists (VCs) aus den USA befragt. Ingesamt 325 Unternehmen haben geantwortet.

49% der VCs gaben an, dass sie im Jahr 2010 in mehr Unternehmen investieren werden, 18% werden in weniger Unternehmen investierten und bei 33% bleibt die Unternehmensanzahl gleich.

Noch interessanter sind die Ergebnisse differenziert nach Investment-Sektoren. Befragt wurde, ob ein VC in den einzelnen Branchen mehr Investments (Zunahme), weniger Investments (Reduzierung) oder unverändert viele Investments beabsichtigt.

Cleantech: 54% Zunahme, 20% Unverändert, 26% Reduzierung.
Internet: 46%  Zunahme, 39% Unverändert, 15% Reduzierung.
Media / Entertainment: 33% Zunahme, 37% Unverändert, 30% Reduzierung.
Software: 32% Zunahme, 43% Unverändert, 25% Reduzierung.
Wireless: 30% Zunhame, 34% Unverändert, 37% Reduzierung.
Biotech: 30% Zunahme ,36% Unverändert, 34% Reduzierung.
Med Devices: 29% Zunahme, 38% Unverändert, 33% Reduzierung.
Semiconductors: 5% Zunahme, 31% Unverändert, 64% Reduzierung.

Regionen: 70% der Befragten rechnen mit einem Wachstum ihrer VC-Investments in China und 58% mit einem Wachstum in Indien. Nur 20% rechnen damit, im Jahr 2010 mehr in Israel zu investieren und sogar nur 15% beabsichtigen sich verstärkt in Europa zu engagieren.

Investitionsphasen:  55% der Venture Capital Unternehmen wollen ihre Investments im Bereich „Growth Equity“ erhöhen, 53% im Bereich „Late“, 49% im Bereich „Expansion“, 45% im Bereich „Early“ und 45% im Bereich „Seed“. Die Tendenz geht also eindeutig in Richtung der späteren Investitionsphasen, die tendentiell mit einem geringeren Risiko verbunden sind.

Exits: 74% der der VCs glauben das es im Jahr 2010 mehr als 20 venture-backed IPOs geben wird, 10% der VCs sagen sogar mehr als 50 venture-backed IPOs voraus. Zum Vergleich:  Laut Thomson Reuters und NVCA gab es im Jahr 2006 ingesamt 57 venture-backed IPOs, in 2007 waren es 86 und im Jahr 2008 waren es 6.

Fond-Größe & Anzahl VCs: 78% der Unternehmen prognostizieren für das Jahr 2010 kleinere Fonds. Zudem nehmen 90% der Venture Capitalists an, dass die Anzahl der VC-Firmen in den nächsten 5 Jahren sinken wird.

Quelle: National Venture Capital Association (NVCA) vom 16.12.2009

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M&A-Markt der europäischen Medien- und Unterhaltungsbranche

Oktober 3, 2009

Die Zahl der Übernahmen von Internetportalen versechsfachte sich seit 2005. Besonders aktiv sind Verlage: 36 Prozent aller Investitionen in Online-Portale stammen von ihnen. Das ergibt die Studie „Der Online-Faktor: Von der Integration zur Transformation“, die das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young und der Hightech-Verband BITKOM herausgegeben haben.

„Verlage, Sender und Produzenten kaufen derzeit gezielt Internet- Unternehmen auf, um besser in der Online-Wirtschaft Fuß zu fassen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise beschleunigt diese strukturellen Veränderungen. Fusionen und Übernahmen haben dabei einen noch wichtigeren Stellenwert als bisher“, so Hanno Hepke, Partner bei Ernst & Young.

Beim Kauf eines bestehenden Netzwerks sind Zahl und Zusammensetzung der vielfach sehr engagierten Nutzer bekannt und es besteht die große Chance, schnell und einfach neue Zielgruppen zu erreichen. Umgekehrt profitieren die Portale von den Inhalten und der Qualität der traditionellen Medien. In Zukunft, so die Studie, werden Geschäftsmodelle mit Premiuminhalten eine wichtige Rolle spielen. Dabei wird das werbefinanzierte Basisangebot ergänzt von einem gebührenfinanzierten Premiumangebot.

Im europäischen Schnitt hat die Zahl der Übernahmen und Fusionen, an denen Unternehmen der Internetwirtschaft als Käufer oder Gekaufte auftreten, seit 2005 um rund 130 Prozent zugelegt, in Deutschland sogar um 161 Prozent. Damit trägt die Online-Branche den Anstieg der Transaktionen im gesamten Medien- und Unterhaltungsbereich praktisch allein.

Die größten Medien- und Unterhaltungsmärkte Europas sind zugleich die aktivsten Länder bei Übernahmen und Fusionen. Eine Gegenüberstellung der jeweiligen Nationen als Investor bzw. als Investitionsziel zeigt, dass von den Top-10-Nationen insbesondere Deutschland, Spanien, Italien und Russland häufiger Ziel von Aufkäufen sind als umgekehrt. Zugleich zeichnet sich eine Verschiebung von West nach Ost ab – vorrangig nach Russland und Polen. Die Investitionen in Osteuropa stiegen von 2005 bis 2008 um 75 Prozent. Die Investitionen in Russland legten im gleichen Zeitraum gar um 153 Prozent zu, für Polen stiegen sie um 150 Prozent.

Die Studie nennt unter anderem die folgenden Herausforderungen der Medien- und Unterhaltungsbranche:

  • fortschreitende Digitalisierung
  • Medienkonvergenz (Medien, Telekommunikation, IT)
  • Zielgruppen-Zersplitterung
  • sinkende und veränderte Werbeausgaben
  • technologische Neuerungen
  • Wachstende Bedeutung von Regionen wie Osteuropa, Lateinamerika, BRIC
  • liquide Medienunternehmen haben überpropotionale Vorteile durch Mergers & Acquisitions
  • bessere Messbarkeit von Reichweiten, Nutzung und Wirkungen

Besonders gelungen ist der methodische Aufbau der Studie, die im Vergleich zu manchen anderen Untersuchungen der Medienbranche einen echten Mehrwert für die Entscheider bietet.  Sehr gut sind Zusammenstellungen wie die „TOP-10-Geschäftsrisiken in der Medien- und Unterhaltungsbranche 2009“ oder Stichpunkte mit den entscheidenden Informationen über M&A-Transaktionen als strategisches Instrument.

Wichtig ist auch die aktuelle Multiplikatorenanalyse für verschiedene Mediensegmente, die einen wichtigen, ersten Anhaltspunkt bei Fragen der Unternehmensbewertung spielen.

Die Autoren stellen zudem eine hervorragende Übersicht über alle möglichen Geschäftsmodelle im Internet vor und helfen so Medienmanagern bei der strategischen Vorgehensweise, um im Internet Geld zu verdienen. Die Autoren unterscheiden zwischen sieben Internetgeschäftsmodellen:

  1. Werbefinanziertes Modell (Advertising Model)
  2. Affiliate Modell
  3. Maklermodell (Brokerage Model)
  4. Subskriptionsmodell
  5. Utility Modell
  6. Community-Modell
  7. Händler- / Herstellermodell.

Die Studie basiert auf der Analyse von 4.500 europäischen Medien- Transaktionen seit 2005. Sie kann von der BITKOM-Website kostenfrei heruntergeladen werden und ist ein absolutes „must have “ für alle Medienmanager, da sie deutlich mehr bietet als nur M&A Ratschläge und die wesentliche Punkte prägnant zusammenfasst.

Quelle: www.bitkom.org

Die oben vorgestellte Studie korreliert aus meiner Sicht auch gut mit den Ergebnissen eines aktuellen Panels im Auftrag der Deutschen Post DHL. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Ergebnisse einer weiteren guten Studie, die ich auf DigitalStrategyBlog.com vorgestelle und die sich unter anderem mit den strategischen Handlungsoptionen in konvergierenden Medienmärkten beschäftigt.

Weitere Informationen dieser Art gibt es auch unter www.twitter.com/markuscaspari.


Venture Capital Investments in Digitale Medien & Bewertungsmodelle von Online-Unternehmen

August 28, 2009

Beim VDZ sind bereits vor einiger Zeit zwei weitere äußerst interessante Whitepaper erschienen: „Venture Capital Investments im Bereich Digitale Medien“ und „Bewertungsmodelle von Online-Unternehmen“.

Das  Whitepaper „Venture Capital Investments im Bereich Digitale Medien“  umfasst ingesamt 97 Seiten. Es beginnt mit einer Einführung zum Thema Venture Capital und den Motiven von Venture Capital-Nehmern und -Gebern. Danach werden die Erfolgafaktoren von VC-Investments erläutert und der Ablauf einer Venture Capital Transaktion mit den einzelnen Phasen aufgezeigt, wobei insbesondere auf die rechtlichen Aspekte im Bereich digitaler Medien eingegangen wird. Anschließend werden alternative Gestaltungsmöglichkeiten des Investments dargestellt, insbesondere die Wahl der Rechtsform, die Mitarbeiterbeteiligung sowie ergänzende Finanzierungsformen. 

Eine übersichtliche, nach Transaktions-Stadium differenzierte To-Do-Liste  für Unternehmensgründer und für Investoren rundet das praxisorientierte Whitepaper ab. Es unterscheidt sich wohltuend von rein theoretischer Literatur und bietet somit einen echten Mehrwert für Manager. Zusätzlich werden die typischen Vertragsdokumentationen (Term Sheet, Beteiligungsvertrag, Satzung  und Konsortionalvereinbarung) einer VC-Transaktion praxisnah erläutert.

Darüber hinaus werden die Vor- und Nachteile von mezzaninen Finazierungsformen wie Stille Gesellschaft, Nachrangdarlehnen, Partiarisches Darlehen, Venture Loan und Venture Leasing vorgestellt. Die steuerlichen Aspekte bei Venture Capital Investements werden ebenfalls beleuchtet.

Abschließend erfolgt eine Fallstudie, die anhand eines detaillierten Term Sheets aufbereitet wurde. Für die Erstellung des Papers hat die Rechtsanwaltskanzlei P+P Pöllath+Partners exklusives Know-How zur Verfügung gestellt.

Das zweite Whitepaper „Bewertungsmodelle von Online-Unternehmen“ hat einen Umfang von 74 Seiten und gibt zunächst einen Überblick über unterschiedliche klassische Bewertungsmethoden (DCF-Verfahren, Multiplikatoren-Bewertung), bevor auf die Spezifika der Bewertung digitaler Medien eingegangen wird. Denn allein die klassichen Bewertungsmethoden eignen sich zur Bewertung nur bedingt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, gewinnen andere Faktoren – auf die explizit eingangen wird – an Bedeutung.  Neben einer Darstellung des aktuellen Bewertungsumfeldes werden wichtige Aspekte des Transaktionsprozesses beschrieben sowie ein idealtypischer Prozess vorgestellt. Zum Schluss werden exklusive Case Studies diskutiert. Für die Erstellung des White Papers hat die Investmentbank Jefferies Know-how und Fallbeispiele zur Verfügung gestellt.

Beide Whitepaper können beim VDZ für je 59 EUR (Mitglieder) bzw. je 79 EUR (Nichtmitglieder) zzgl. MwSt. bestellt werden. Zuständig beim VDZ sind die Bereiche Digitale Medien bzw. Betriebswirtschaft, jeweils Lutz Drüge.

Weitere Informationen zu aktuellen Enwicklungen und Tendenzen im Bereich der Digitalen Medien sind auf www.digitalstrategyblog.com zu finden.